Schweden 2013 // Teil 1

Hallo ihr Lieben :)

Ich hoffe ihr habt alle gut hierher gefunden und euch gefällt der neue Look des Blogs. Es ist noch nicht alles hundertprozentig fertig, aber ich arbeite fleißig daran.
Im heutigen Post möchte ich euch endlich mal ein paar Fotos von unserem Schweden Trip zeigen. Ich kann euch nur sagen, es war ein echtes Abenteuer. 7 Tage lang sind wir zu dritt, quer durch die Wildnis gepaddelt und alles was wir dabei hatten waren unsere 2 Kanus, viel zu essen und das Outdoor Equipment.
Ich weiß nicht wieviele von euch sich für solche Outdoor Reisen interessieren, aber heute würde ich euch gerne etwas genauer von diesem tollen Erlebniss berichten.

Alles fing mit unserer ersten Reise nach Schweden an, im Jahr 2006. Wir lernten die wunderschöne Landschaft kennen und nahmen uns vor irgendwann mal eine Kanu Tour über die Seen von Schweden zu machen. Viele Jahre haben wir dann immer mal wieder an diese Idee gedacht, sie aber nie in die Tat umgesetzt. Wie funktioniert so etwas, gibt es einen Anbieter für solche Reisen, wieviel kostet es? Das waren Fragen die wir uns gestellt haben und noch keine Antwort darauf wussten. Im letzten Jahr haben wir unsere Kanu Tour Idee wieder mehr ins Auge gefasst und dank Google auch einen tollen Anbieter gefunden, der auf solche Trips spezialisiert ist. Scandtrack, bietet nicht nur Kanutouren an, sondern diverse andere Outdoor Aktivitäten im Norden Europas. Nachdem wir das Angebot abgecheckt hatten, war für uns klar, wir machen die „Kanu Tour – Auf eigene Faust“. Zur Wahl stand noch eine geführte Tour mit Guide und einer größeren Gruppe, aber das wollten wir nicht, denn wir suchten das Abenteuer 😛 Als uns dann im August letzten Jahres eine sehr gute und langjährige Freundin besuchte, schmiedeten wir den Plan die Reise gemeinsam zu machen. Gesagt, getan. Ein halbes Jahr später buchten wir unsere Kanu Tour. Das tolle an den Angeboten von Scandtrack ist, das man sich um fast nichts selber kümmern muss. Ab 299€ bekommt ihr eine 9 tägige Kanu Tour (jeweils 1 Tag An- & Abreise), mit Anreise per Bus, komplettem Outdoor Equipment (bis auf Schlafsack & Matratze, die muss man selber mitbringen), Verpflegung und Jahre langem Know-How des Anbieters.

Vor ein paar Wochen war es dann soweit, unsere Kanu Tour stand kurz bevor. Ein paar Wochen zuvor hatten wir schon diverse Unterlagen vom Anbieter zugesendet bekommen, darunter einer Karte des Gebietes in Schweden mit eingezeichneten Routenvorschlägen, den Vouchern für den Bus und für jeden einen 15€ Gutschein für Globetrotter. Am Tag der Anreise, fuhren wir, viel zu spät, wie eigentlich immer, zum Kölner Hauptbahnhof um dort in den Bus nach Schweden zu steigen. Es warteten bereits viele weitere Mitreisende, die man eindeutig am Outdoor Look erkannte 😉 Jetzt stand uns erstmal eine 20-stündige Busfahrt mit 2 Fährfahrten bevor, na gut. Wollen wir nicht weiter darüber reden, ich glaube jeder hier weiß wie anstrengend solch eine Busfahrt ist 😉 Währenddessen konnte man sich durch den gezeigten Film vom Anbieter, der das Outdoor Leben erklärte, schon mal seelisch und moralisch auf die Reise einstellen. Ich sage nur Schaufel und Loch graben uns so 😀
Im Basis Camp angekommen warteten wir noch auf unsere Freundin, die mit einem anderen Bus kam, da sie nicht in Köln wohnt. Glücklich vereint aßen wir das warme Frühstück, was aus einem heißen Würstchen und Saft bestand 😀 und machten und danach auf zu der Kanu Station. Dort bekamen wir unser ganzes Equipment, von Zelt, bis Nahrungsmitteln, bis zu Paddeln, Schwimmwesten, wasserfesten Packsäcken für unsere Klamotten, Klopapier, Sägen, Äxte, Müllsäcke, Messer, Töpfe, Kochsets und alles was man eben für so einen Outdoor Trip benötigt. Alles durchgschaut, Essen begutachtet, Rucksäcke in Packsäcke verstaut, ging es dann zur Kanueinweisung. Kurze Erklärung wie man paddelt, wie man sich bei Wind und Wetter verhält und danach konnten wir unsere Sachen auch schon in den Kanus verstauen. Weil wir zu dritt waren und dementsprechend viel Zeug, bekamen wir 2 Kanus. In einem sind wir gefahren, das anderen knoteten wir hinten fest und benutzen es als Lastenkanu und bepackten es mit unserem Gepäck.

Und ab geht die wilde Fahrt. Wir hatten gutes Wetter, etwas Wind, aber sehr viel Sonne. Da der Tag schon fortgeschritten war, planten wir nur eine kurze Strecke zu fahren, uns erstmal einzugrooven und dann auf einer kleinen Insel unsere Zelte aufzuschlagen. An unserem Ziel angekommen, stieg ich erstmal aus um zu überprüfen, ob wir auch die 2 Zelte aufstellen können, die beiden anderen sitzen noch im Kanu, da drehe ich mich plötzlich um und sehe wie sie mit den Booten vom Ufer abtreiben. Man muss dazu sagen, es war etwas Wind aufgekommen und gerade an dieser Stelle befand sich eine gemeine Strömung. Kaum hatte ich wirklich realisiert was gerade passiert, da lagen die beiden, samt Boots Inhalt auch schon im Wasser… Hilflos und wild mit den Armen fuchtelnd stand ich nun auf unserer Insel. Alleine. Was sollte ich tun? Kurze Zeit war ich echt panisch…. Aber dann schienen sie alles im Griff zu haben, schwommen zum Ufer und versuchten alles zu retten was im Wasser gelandet war. Zum Glück ist nur eine Socke von Hendrik untergegangen, das war zu verschmerzen. Auch das Gepäck im Lastenkanu blieb trocken, da dies nicht mit gekentert war 😛 Was für ein Glück. Ich war heilfroh als sie dann bei mir auf der Insel waren und ihnen nichts weiter geschehen war. Die nassen Sachen hingen wir auf und machten uns an die Zubereitung des Abendessens.

Der Rest der Reise verlief zum Glück relativ ereignisslos, zumindest was das Kentern abelangte. Den Rest der Woche paddelten wir kreuz und quer über den See Foxen, genossen die Landschaft, die Einsamkeit, Gespräche am Lagerfeuer, im kalten Wasser baden zu gehen, Holz zu hacken, und sich einfach nur frei zu fühlen. Ein echter Geheimtip einer der Guides war der Autofriedhof in Bastnas, den ihr jetzt hier auf den Bildern sehen könnt. Nach einem 15-minütigem Marsch durch den Wald, man beachte es gab keinen Weg, überall waren umgefallene Bäume und wir sind einfach mal nach Gefühl irgendwo lang gelaufen, sahen wir plötzliche ein sehr altes Auto am Waldrand und plötzlich tat sich dieser gewaltige Autofriedhof auf, mit hunderten alten Autos aus den 3oer und 4oer Jahren. Wir waren alleine und es war auch ein bisschen gruselig, aber auch so faszinierend, wie sich die Natur ihr Territorium zurück eroberte. Ein außergewöhnlicher Ort, den ich mich glücklich schätze gesehen zu haben.

Jedem, der diesen kurzen Bericht nun spannend fand, dem kann ich nur empfehlen mal eine solche Tour zu machen. Es war ein wundervolles Erlebnis und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Natürlich muss man mit Entbehrungen rechnen, mit dem Verzicht auf Dinge, die für uns im Alltag völlig selbstverständlich sind, wie Strom, fließend Wasser, Internet und diverse andere Spielereien. Aber es ist erstaunlich mit wie wenig man glücklich sein kann. Einfach das Leben genießen, ein gutes Buch lesen, ein paar Stunden paddeln, sich abends in den Schlafsack kuscheln und wir waren selig. Vielleicht ist das ja auch was für einen von euch 😉
Bei Fragen zu unserem Trip, stehe ich aufjedenfall gerne zur Verfügung.

In den nächsten Tagen werden noch mehr Bilder folgen, in denen ihr noch einen kleinen Einblick in die wundervolle Landschaft von Schweden und unseren abenteuerlichen Trip bekommt.

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Anne
Anne
Ich liebe die Fotografie und bin dieser Leidenschaft schon seit mehr als 7 Jahren verfallen. Auf diesem Blog möchten Hendrik und ich, unsere Fotografien aus Arbeit und Alltag mit euch teilen.
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Showing 9 comments
  • paula
    Antworten

    ich kann keine fotos sehen?

    • lichtzirkus
      Antworten

      Hey Paula,

      auf der ganzen Seite nicht oder nur bei diesem Post?
      Eventuell fehlt dir ein Plug-In zum Beispiel Flash?
      Welchen Webbrowser benutzt du denn?

      Liebe Grüße Anne

  • Fyn
    Antworten

    Seit wir einmal mit dem Kanu auf dem Rhein gekentert sind (auf dem Altrhein, da ist es an manchen Stellen recht wild) bin ich da kein so Fan mehr von 😀
    Ich wusste irgendwie gar nicht, dass ihr aus Köln kommt 😮 Vielleicht kann man sich ja wirklich mal treffen. Blog hab ich mir gestern schon angeschaut :) Find’s schön wie die Bilder oben dargestellt werden. Konnte meine Mail denn noch irgendwie weiterhelfen?

    • lichtzirkus
      Antworten

      Ja, deine Mail war aufjedenfall hilfreich, vorallem das mit Bloglovin‘. Das konnte ich bereits erledigen und die Leser habe ich somit behalten :) Vielen Dank dafür aufjedenfall. Nur leider zieht sich Bloglovin das Bild nicht aus dem Beitragsbild, sondern nur wenn ein Bild im Content verlinkt ist. Hast du da noch eine Idee?

      • Fyn
        Antworten

        Hm, dazu hab ich bisher keine Idee. Bei Facebook lässt sich das Vorschaubild ja durch Open Graph Tags steuern, aber ob das bei Bloglovin auch zieht weiß ich nicht…
        Es wär super wenn ihr noch ein Plugin installieren könntet das einem die Möglichkeit gibt bei nachfolgenden Kommentaren per Mail informiert zu werden :)

  • Jenni/Fynni
    Antworten

    Huhu Anne!
    Das neue Layout gefällt mir supergut! Habt ihr echt schön hingekriegt. :)
    Die Slideshow oben funktioniert super bei mir (Nutze Firefox 23.0.1). So eine Kanu-Tour würde ich auch echt gerne mal machen.. mein Liebster hat das schonmal gemacht und war total begeistert. :)

    Liebe Grüße,
    Jenni

  • Sóley
    Antworten

    Vielen Dank für deinen Kommentar. Schweden steht tatsächlich auch auf meiner Reiseliste :) Ich werd mir deinen Post jedenfalls mal in Ruhe durchlesen, klingt sehr spannend!

  • Lena
    Antworten

    Ohh wie cool *o* so einen urlaub muss ich später unbedingt auch mal machen, hört sich mega gut und abenteuerlich an 8) <3

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